Let the sun shine inů

Es ist Freitagabend und das Treffen in Göppingen steht vor der Tür. Das Auto ist vorbereitet, aber irgendetwas ist anders als die Jahre zuvor. Ein Blick zum Himmel sagt mir was falsch läuft. Er ist grau und feucht. Ein kurzes Meeting in unserer Kommandozentrale Lackiererei Hoffmann sorgt für Klarheit. Wir fahren erst am Samstag, in der Hoffnung, die Internet-wettervorhersage möge Recht behalten und das Wetter sich bessern. Also wieder nach Hause und den Abend vor dem Fernseher verbracht. Am Samstagmorgen kurz bei Hoffmanns vorbeigeschaut (die natürlich noch nicht startbereit waren) und mit Extratours-Ronny kurzgeschlossen. Den habe ich dann auf der Autobahn eingefangen und zu dritt sind wir dann weiter gefahren.

In Göppingen bin ich dann auf der vom regen aufgeweichten Wiese zu einer möglichst ebenen Stelle geschliddert (der O-Faktor wollte im Bus ja eben liegen) und habe ein Beastie Bugs- Revier abgesteckt, was groß genug war für 2 Käfer und 2 Busse. Ein Bier und ein Crepes später kamen unsere Beastie Bugs-Ersatzspieler Alex und Peter mit Pelztier an. Das Wetter wurde immer besser und irgendwann kurz vor Sonneuntergang kamen dann Chrissy und der O-Faktor an, so dass wir dann allmählich mal den Grill anwerfen konnten. Grill?! Da war doch was, vor zwei Jahren war das Grillen auf dem Platz verboten, was unsere ostfranzösischen Freunde dazu veranlasst hat, dieses mal zu Hause zu bleiben. Dieses Jahr war es kein Problem. Und man durfte sogar beim Auto Zelten, was aufgrund der Hanglage für manche allerdings unbequem war.

Wir haben etliche Freunde aus Heilbronn, Ludwigsburg und Nürnberg und sonst woher getroffen, eben die üblichen Verdächtigen und so hatten wir alle viel Spaß. Im Festzelt ging es entsprechend gut ab, die Barleute aber haben die alkoholhaltigen Getränke auf die "wenigeren" Leute verteilt, die Mischungen waren teilweise sehr heftig. In der Folge hat Chrissy beim "Nach-1Uhr-grillen" beim Biss in ihren Steakweck gemeint "ich wollte doch gar keine Bratwurst".

Der Sonntag begann für mich mit dem Ruf von Peter (der sich schon sehr früh abgeseilt hatte) "Wir gehen Frühstücken". Da war gerade mal 9 Uhr durch (für mich mitten in der Nacht). Eine halbe Stunde später poltert der O-Faktor vorbei "Douglas aufstehen, wir gehen frühstücken. In meinem Kleinhirn wurde gerade der Schnellzug Paris-Mailand rangiert. Also aufstehen und wie ferngesteuert der Reisegruppe ins Festzelt zum Futternapf gefolgt. Das Frühstück war jetzt nicht unbedingt das gelbe vom Ei (Eier gab es nicht mal, auch keinen O-Saft, obwohl, der hätte meiner Hypophyse auch nicht mehr helfen können). Kurzum es war eine heftiger Abend und alle haben kräftig gefeiert. Wirklich alle? Nur die kleine Alex hat sich tapfer an ihrer Apfelschorle festgehalten, was ihrer Stimmung allerdings keinen Abbruch getan hat.

Nach dem kargen Frühstück kam das übliche für ein Käfertreffen: Teilemarkt, Autos gucken, am Platz sitzen und Sonnenbrand abholen. Um die Mittagszeit leerte sich der Platz dann doch etwas. Wir konnten uns irgendwie gar nicht aufraffen heim zu fahren und so waren wir erst gegen 15.30Uhr auf dem Heimweg. Alles in allem wieder ein schönes Treffen, das viel Spaß gemacht und hoffentlich in zwei Jahren ein Fortsetzung findet.


In diesem sinne euer Dougi